Die Wueste waechst – Zur rasanten DESERTIFIKATION unserer Erde

admin 28. September 2008


Noch vor 15.000 Jahren waren weite Teile der heutigen Wuesten gruen. Erst im Laufe der Jahrtausende entwickelte sich Weide in Wueste. Dabei bestimmte die Natur den Rhythmus. Seit der Antike liegt es immer mehr am Menschen, dass die Wüste wächst. In den letzten Jahrzehnten sogar in atemberaubendem Tempo.

Nicht nur die UNO, die das Jahr 2006 zum Jahr der Wüsten und der Wüstenbildung erklärt hat, schlägt Alarm. In der Studie INWEH (Internationalen Netzwerkes Wasser, Umwelt und Gesundheit) heißt es: “Wüstenbildung ist ein enormes globales Umweltproblem. Von keinem anderen sind so viele Menschen betroffen.”

Die Zahlen sind erschreckend: Von 1960 bis heute sind mehr als 40% des fruchtbaren Bodens weltweit verschwunden. Im Sudan z.B. hat sich die Sahara innerhalb von 17 Jahren um 100km nach Süden zum Äquator hin ausgedehnt. Aber nicht nur in AFRIKA ist die Situation verheerend. Die Thar-wüste in Indien dringt jedes Jahr in bis dahin fruchtbare Gebiete vor. Die Atacama_Wüste an der Pazifik-Küste von Peru und Chile dehnt sich jährlich sogar um 3 km aus. Und in Zentralasien steigen jedes Jahr dicke Sandwolken aus der Wüste GOBI auf und legen sich über weite Teile Chinas, Koreas und Japans.

Weltweit werden Jahr für Jahr fünf bis sieben Millionen Hektar Acker- und Weideland vernichtet. Das entspricht einer Fläche von der Größenordnung Irlands. Weitere 30 Millionen km2 sind akut von der Verwüstung bedroht. 25 Milliarden Tonnen wertvollen Mutterbodens gehen jedes Jahr für immer verloren. Allein in der Sahelzone sind seit der großen Dürre von 1972/73 jährlich etwa 1,5 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche in Steppe übergegangen. Und Bolivien muss damit rechnen, dass in Zukunft fast die Hälfte des Landes Wüste sein wird.

Zwei Milliarden Menschen sind von dieser fortschreitenden Verwüstung betroffen, die meisten davon in den ärmsten Ländern der Welt. Die Vereinten Nationen warnen, dass bald nicht mehr genug wachsen wird, um die Menschheit zu ernähren. Sie befürchten, dass schließlich sogar kriegerische Konflikte um die immer knapper werdenden Ressourcen die Menschen bedrohen. ( Aus dem Magazin : Natur und Kosmos)

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